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Guter Rat - Recht, Steuern und Finanzen

Steuerbonus an Mieter und Eigentümer für haushaltsnahe Dienstleistungen

STEUERN: Lohnsteuerhilfeverein informiert über die Möglichkeiten

Gartenarbeiten zählen als haushaltsnahe Dienstleistungen, für die es einen Steuerbonus gibt. FOTO: PEXELS/PIXABAY.COM
Gartenarbeiten zählen als haushaltsnahe Dienstleistungen, für die es einen Steuerbonus gibt. FOTO: PEXELS/PIXABAY.COM
Ob Putzfrau oder Hausmeister und ob Hauseigentümer oder Mieter – wer in seinem privaten Haushalt jemanden beschäftigt, der einem hilft, kann sich über Steuerermäßigungen freuen. Das teilt der Verein Vereinigte Lohnsteuerhilfe auf seiner Internetseite mit. 

Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen? 

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind alle Arbeiten, die gewöhnlich von einem selbst oder durch andere Mitglieder des privaten Haushalts erledigen werden können, für die man aber einen Dienstleister beauftragt. 

Wichtig dabei ist, so betont der Lohnsteuerhilfeverein: Die Aufgaben müssen einen „haushaltsnahen Charakter“ haben und im jeweiligen Haushalt oder auf dem Grundstück erbracht werden. Dazu zählen zum Beispiel Hausmeisterdienste, Betreuungsdienste oder Pflegedienste, aber auch die die Reinigungsarbeiten einer Putzfrau oder eines Putzmanns.
An den Ausgaben für einen privaten Umzug kann man den Fiskus ebenfalls beteiligen. Denn die Dienste einer Umzugsspedition erkennt das Finanzamt als haushaltsnahe Dienstleistung an. Auch die Schornsteinfegerdienste zählen zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Und zwar gilt das in der Regel für alle Tätigkeiten, die der Schornsteinfeger in Ihrem privaten Haushalt erledigt, also das Kehren des Kamins, Wartungsarbeiten, Überprüfungs- oder Messarbeiten, Legionellenprüfungen sowie die sogenannte Feuerstättenschau. Das wurde 2015 von der Finanzverwaltung entschieden.
Was gehört in die Steuererklärung?

Wenn jemand Arbeiten im privaten Haushalt erledigt hat, dann kann der Auftraggeber in der Regel 20 Prozent von jeder Rechnung in seine Steuererklärung eintragen. Allerdings dürfen nur maximal 4.000 Euro im Jahr steuerlich als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden. Etwas komplizierter wird es, wenn zum Beispiel die Reinigungskraft als Minijobber beschäftigt wird. Auch hier vergibt der Staat eine Steuervergünstigung von 20 Prozent. Die Steuerersparnis ist allerdings auf 510 Euro im Jahr begrenzt.

Zunächst ist eine Rechnung über die erbrachten Leistungen nötig. In dieser muss der Dienstleister die einzelnen Posten genau aufgeschlüsselt haben, denn nur folgende Ausgaben können steuerlich geltend gemacht werden: Arbeitskosten (inkl. Mehrwertsteuer); Fahrtkosten; Maschinenkosten; Entsorgungskosten; Kosten für Verbrauchsmittel (z. B. Reinigungsmittel, Streugut).

Nicht in die Steuererklärung gehören: Materialkosten; Verwaltergebühren bei einer Wohneigentumsgemeinschaft; Müllabfuhrgebühren oder Kosten für Warenanlieferungen. Wichtig: Die Rechnung muss per Überweisung beglichen worden sein. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Ausführliche Infos im Internet unter www.vlh.de/wohnenvermieten/eigentum/kostenfuer-handwerker-von-dersteuer-absetzen.html
         

Rechts-Info

Kann Nachbar den Rückschnitt fordern?

Um Pflanzen auf ihrem Grundstück sollten sich Eigentümer kümmern. Manchmal müssen sie sogar auf die Höhe achten. Doch nicht immer muss zur Axt oder Heckenschere gegriffen werden. Wie hoch eine Hecke sein darf, richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht. Ist die Hecke höher, kann ein Nachbar verlangen, dass sie zurückgeschnitten wird.

Steht inmitten der Hecke aber ein Baum, muss dieser nicht in jedem Fall gestutzt werden. Das entschied das Amtsgericht München (Az.: 155C6508/19), wie der Deutsche Anwaltverein (DAV) berichtet. dpa
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