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Trends im Fokus

Megatrend Neo-Ökologie

Bio-Märkte, EU-Plastikverordnung, Energiewende – Die Neo-Ökologie reicht in jeden Bereich unseres Alltags hinein.

Foto: pixabay
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Ob persönliche Kaufentscheidungen, gesellschaftliche Werte oder Unternehmensstrategie – selbst wenn nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, entwickelt er sich nicht zuletzt aufgrund technologischer Innovationen mehr und mehr zu einem der wirkmächtigsten Treiber unserer Zeit. Der Megatrend sorgt nicht nur für eine Neuausrichtung der Werte der globalen Gesellschaft, der Kultur und der Politik. Er verändert unternehmerisches Denken und Handeln in seinen elementaren Grundfesten. 

Fernflüge und Fleischkonsum zählen zu den Big Points 

„Wer sich im Alltag umweltfreundlich verhält, der bewirkt immer etwas“, sagt Christine Wenzl, Expertin für Nachhaltigkeit beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Denn das eigene Verhalten kann andere auf neue Ideen bringen. Wenn die Kinder begeistert von der Wald-Rallye oder einer Fahrradtour erzählen, erfahren auch die Freunde, wie viel Spaß das machen kann.

Oft sind es kleine Veränderungen, die ökologisch einen großen Effekt haben. „Unser Fleischkonsum und Fernflüge sind solche Big Points“, sagt Wenzl und bezieht sich dabei auf Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) zur Menge klimaschädlicher Gase, die jeder durchschnittlich verursacht. Allein 23 Prozent davon gehen auf das Konto unserer Mobilität – vor allem Autoverkehr und Flugreisen. Fährt eine vierköpfige Familie mit der Bahn in den Urlaub, statt zu fliegen oder Auto zu fahren, fällt das also ins Gewicht.

Die Ernährung schlägt laut UBA mit 13 Prozent der klimaschädlichen Gase pro Kopf zu Buche. Getreide, Obst und Gemüse belasten die Umwelt weniger als Fleisch und Milchprodukte. Am besten sind Bioprodukte aus der Region. Tatsächlich essen die Deutschen aber viel zu viel Fleisch, nämlich jährlich mehr als 60 Kilogramm pro Person. Das ist doppelt so viel wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen. Wer Würstchen öfter mal durch Gemüseburger ersetzt und nur noch einmal wöchentlich Fleisch auf den Tisch bringt, lebt also auch gesünder.

Leihen statt kaufen

Umweltfreundlich und außerdem günstig: Leihen statt kaufen. Inzwischen funktioniert es in vielen Lebensbereichen, auch bei Kleidung. Mehrere Anbieter vermieten zum Beispiel Kinderkleidung über das Internet, einer davon ist „Räubersachen“. Das Team um Gründerin Astrid Bredereck will mit in Europa gefertigter Ökokleidung ein Gegengewicht zur Jagd nach dem nächsten Schnäppchen schaffen. Zwölf Kilo Kleidung kauft jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr. Die „Räubersachen“ dagegen sollen so oft wie möglich getragen werden. „Darum werden sie bei uns sorgfältig repariert und gepflegt“, sagt Bredereck. Für die Kunden spart das Klamottenleihen nicht nur Geld, sondern auch noch Platz im Kleiderschrank.

Darauf zu achten, was man wirklich braucht, dafür plädiert auch Daniel Fischer, Professor für Nachhaltigkeit und Bildung an der Arizona State University: „Wir sollten herausfinden, auf welche Weise sich unsere Bedürfnisse besser befriedigen lassen als über Konsum.“ Ein gemeinsamer Ausflug kann für Kinder wertvoller sein als teures Spielzeug. Kleine Aktionen im Alltag, wie zusammen Obst zu ernten und daraus zum Beispiel Apfelmus oder Marmelade zu kochen, machen ebenfalls Spaß. Spielzeug gibt es auch gebraucht in guter Qualität, zum Beispiel auf dem Flohmarkt oder auf Tauschpartys. nenya/dpa,zukunftsinstitut.de

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