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10. Zeitzer Zuckerfest

Auf den Spuren des Herzogs

TRADITION - Zeitzer Reitverein lädt zur Hubertusjagd ein.

Die Frankenmeute nimmt die Spur auf. FOTO: HERMANN ZACHER
Die Frankenmeute nimmt die Spur auf. FOTO: HERMANN ZACHER
Wenn im Schlosshof der Moritzburg in Zeitz wieder Hornbläser und Hundegebell ertönen, beginnt die jährliche Schlossjagd. Der heilige Hubertus gilt als Schutzpatron der Jagd. Zu seinen Ehren findet im Dom „Sankt Peter und Paul“ im Rahmen des Zeitzer Zuckerfestes am Samstag, 12. Oktober, eine Messe mit Pfarrer Friedrich statt, musikalisch umrahmt durch die Parforcehornbläser „Diana“ Gera e. V. Bereits Moritz von Sachsen-Zeitz hielt vor etwa 350 Jahren in Zeitz Hubertusjagden ab. Der Reit- und Fahrverein Zeitz-Bergisdorf e. V. setzt seit dem Jahr 2001 diese Tradition fort.

Nach der Messe wird im Schlosshof die Frankenmeute vorgestellt. Bei den Hunden handelt es sich um Beagles, eine englische Laufhunderasse. Sie gilt als freundlich und eifrig bei der Jagd. Die Meute wird während der Jagd durch ihren Master geführt und von Pikören begleitet. Die Hetzjagd zu Pferde, auch Parforcejagd genannt, ist in Deutschland seit 1936 verboten. Da inzwischen kein Wild mehr gejagt wird, legt ein so genannter Schleppenreiter eine Spur mithilfe einer Flüssigkeit, um das Wild zu imitierten. Anschließend ziehen Reiter und Hundemeute aus und nehmen die Verfolgung auf. „Wir erwarten um die 50 Jagdreiter und etwa 100 begleitende Gäste. Das wird ein imposantes Bild abgeben“, so Ernst Ebenhoch, 1. Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins. Denn wer an der Jagd teilnehmen möchte, kann das Spektakel auch mit Kremser und Kutsche begleiten. Einige Plätze stehen noch zur Verfügung.

Auf anspruchsvollem Gelände verläuft die Jagdstrecke über eine Distanz von circa 18 Kilometern durch Wald, über Wiesen und Felder des Elsterund Agatals. Bei Ossig Richtung Märzenbecherwiese gibt es für alle Beteiligten gegen Mittag eine Rast. Anschließend geht es zurück zum Schloss, wo die Hunde als Belohnung ihr Currée (dt. Beute) erhalten. Beim gemeinsamen Jagdessen lassen die Teilnehmer den Tag ausklingen.

Ablauf der Schlossjagd

Ab 8.30 Uhr: Eintreffen der Jagdreiter auf der Reitanlage
9.15 Uhr: Hubertusmesse im Dom „Sankt Peter und Paul“, anschließend Vorstellen der Frankenmeute im Schlosshof
11.00 Uhr: Stelldichein auf der Reitanlage
11.30 Uhr: Aufbruch zur Jagd
Ca. 13.00 Uhr: Rast und Picknick in Ossig, Richtung Märzenbecherwiese
15.30 Uhr: Eintreffen der Jagdgesellschaft im Schlosspark, Curée, Verteilen der Jagdbrüche, anschließend Jagdessen auf der Reitanlage nenya
  
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