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Gesund und Vital

Gut sehen mit neuen Linsen

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FOTO: PIXABAY/SOFIE ZBOŘILOVÁ
FOTO: PIXABAY/SOFIE ZBOŘILOVÁ
Im menschlichen Auge befindet sich, ähnlich wie bei einer Fotokamera, eine Linse, die dafür verantwortlich ist, dass wir ein scharfes Bild unserer Umwelt erkennen können. Diese Augenlinse ist in jungen Augen üblicherweise glasklar. Das Eintrüben unserer Augenlinse über die Jahre stellt einen ganz natürlichen Alterungsprozess dar und wird Grauer Star oder Katarakt genannt. 

Die Diagnose 

Beim Grauen Star wird die Umwelt wird wie durch eine getrübte Milchglasscheibe wahrgenommen und vereinzelt von einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit berichtet. Grauer Star entwickelt sich schleichend. Der Patient bemerkt ihn anfänglich nicht. Die Sehleistung lässt langsam nach, die Farben verblassen, das Lesen bereitet Mühe. Lichtquellen wie z. B. die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge beim nächtlichen Autofahren werden zunehmend als störend empfunden. Der Augenarzt kann beim Blick ins Auge erkennen, ob Grauer Star die Ursache für Probleme beim Sehen ist.

Die Behandlung

Nimmt die Linsentrübung zu, ist eine Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit, die wieder zu gutem Sehen verhilft. Das Entfernen des Grauen Stars ist weltweit die am häufigsten durchgeführte Operation. Jährlich werden in Deutschland etwa 800.000 Eingriffe vorgenommen.

Bei der meist ambulant durchgeführten Operation wird die natürliche Augenlinse entfernt und durch eine künstliche Linse (auch Intraokularlinse oder kurz IOL genannt) ersetzt. Der kurze Eingriff verläuft in der Regel schmerzlos und stellt somit eine äußerst geringe Belastung für den Patienten dar.

In der Regel wird das Auge vor der Operation nur örtlich betäubt. Um die Kunstlinse und die nötigen Operationsinstrumente in das Auge einzuführen, wird ein wenige Millimeter kleiner Schnitt ausgeführt, der sich normalerweise ohne Naht nach der Operation wieder verschließt.

Nach dem Entfernen der natürlichen Augenlinse wird die künstliche Linse eingesetzt. Im Normalfall ist ein klares Sehen kurze Zeit nach der OP wieder möglich.

Die Vorteile

Durch Einsatz einer Intraokularlinse im Austausch gegen die getrübte Augenlinse kann die Sehqualität in der Regel wieder deutlich verbessert werden. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist eine Voruntersuchung durch den Augenarzt.

Bestehende Augenerkrankungen wie z. B. Glaukom oder Netzhauterkrankung (Makuladegeneration) können das Ergebnis trotz erfolgreicher Behandlung des Grauen Stars beeinträchtigen.

Die richtige Linse wählen

Es gibt verschiedene Intraokularlinsen – für jeweils individuelle Bedürfnisse. In Abhängigkeit von den Untersuchungsergebnissen, den persönlichen Wünschen und Lebensumständen kann der Augenarzt die richtige Intraokularlinse gemeinsam mit seinem Patienten bestimmen.

Früher Linsentausch

Im Falle einer sehr hohen Kurzoder Weitsichtigkeit oder auch bei starker Hornhautverkrümmung kann es sinnvoll sein, die natürliche Augenlinse schon vor der Eintrübung zu entfernen und durch eine künstliche Linse mit passender Korrektur zu ersetzen.
  
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