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Für einen produktiven Tag: Den Kopf morgens auf Arbeit einstellen

Sich schon beim Frühstück Gedanken über die Arbeit machen - das klingt anstrengend. Die Arbeitspsychologin Sabine Sonnentag aber sagt: Das ist ebenso wichtig wie das abendliche Abschalten.

Foto: Adobe Stoc-grki
Foto: Adobe Stoc-grki
Nach der Arbeit abzuschalten, ist wichtig. Das wissen die meisten, auch wenn es sich nicht immer einfach umsetzen lässt. Doch zu bestimmten Zeiten kann genau das Gegenteil hilfreich sein, um einen produktiven Arbeitstag zu haben. Wer sich schon vor Arbeitsbeginn mental darauf einstellt, ist mit mehr Energie bei der Sache. Das legt zumindest eine Studie nahe, die Sabine Sonnentag, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Mannheim, und ihr Team durchgeführt haben. Die Professorin erklärt im Interview, warum das so ist, und wie jeder Einzelne das in seinen Alltag integrieren kann.

Wie sieht dieses mentale Einstellen auf den Arbeitstag aus?

Da kommen mehrere Prozesse zusammen. Zunächst sollte man sich fragen: Welche Ziele möchte ich heute erreichen? Das Wort Ziel muss sich aber nicht gleich auf etwas ganz großes beziehen. Einen Bericht fertig machen oder einen Anruf tätigen - das kann schon ein Ziel sein. In der Alltagssprache wäre eher von einer Aufgabe die Rede.

Chiasamen gelten schon länger als Superfood. Denn in nur zwei Esslöffeln stecken jede Menge Eiweiß, Kalzium und Ballststoffe.

Daneben ist es entscheidend, sich schon im Vorhinein auf die Aufgaben einzustellen - und zwar mit dem Gedanken: „Ich werde mich gut auf die Aufgabe konzentrieren können“. Man könnte jetzt den Eindruck gewinnen, dass es vielleicht nicht nur positive Energie freisetzt, wenn ich schon morgens an eine unliebsame Aufgabe denke oder eine Person, die ich treffen muss - obwohl ich nicht möchte. Dadurch, dass man sich aber das Ziel einer Aufgabe vor Augen führt, gewinnt man Energie dafür.

Wie können diese mentalen Prozesse konkret aussehen?

Das kann ganz unterschiedlich sein. Ich kann eine To-do-Liste schreiben, eine bereits angefertigte To-do-Liste vor der Arbeit checken oder mir im Bus, der Bahn oder auf dem Fußweg zur Arbeit Gedanken darübermachen, welche Schwierigkeiten es heute in meinem Berufsleben geben könnte. Ein Gespräch mit dem Partner beim Frühstück über das was im Job an steht kann genauso hilfreich sein, wie sich mit den Kollegen bei einer schnellen Tasse Kaffee über die Aufgaben des Tages auszutauschen.

Und wie stelle ich sicher, dass ich mich nicht schon vor der Arbeit verrückt mache?

Diese Gefahr besteht tatsächlich. Es gibt bestimmt große Unterschiede, wann und wie es für einen selbst gut ist. Meine Einschätzung: Wenn man sich darüber im Klaren ist, wie man es richtig macht, gibt es einem auch die Freiheit in der Freizeit nicht über die Arbeit nachzudenken. Dann weiß der Einzelne: Es gibt eine festgelegte Zeit, in der er sich über den Arbeitstag Gedanken machen kann. dpa

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