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Das Baukindergeld ist da



Foto: DJD/WeberHaus.de
Foto: DJD/WeberHaus.de
Wer (frühestens) 2018 ein eigenes Zuhause für die Familie gekauft oder gebaut hat und schon eingezogen ist oder einen Neubau oder Kauf vorhat, kann vom Baukindergeld profitieren.

Das Baukindergeld ist ein staatlicher Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Der Zuschuss soll es Familien mit Kindern und Alleinerziehenden leichter machen, ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu finanzieren. Pro Kind erhalten Antragsteller 12.000 Euro, in 10 jährlichen Raten zu je 1.200 Euro.

Die Voraussetzungen für Ihre Förderung

- Im Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren, für die Sie oder Ihr Partner Kindergeld erhalten.
- Ihr Haushaltseinkommen beträgt maximal 90.000 Euro pro Jahr bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind.
- Sie haben frühestens am 1. Januar 2018 den Kaufvertrag unterzeichnet oder die Baugenehmigung erhalten.
- Ihr neues Zuhause ist zum Stichtag Ihre einzige Wohnimmobilie.

Informieren und online beantragen

Das Baukindergeld beantragen Sie erst, wenn Sie schon in Ihr neues Zuhause eingezogen sind. Alle wichtigen Infos, Links und einen Check sind auf www.kfw.de/baukindergeld zu finden.

Gut geschützt vor Wetterschäden

Hauseigentümer sollten Vorsorge treffen mit einer Versicherung

Stürme decken Dächer ab, harmlose Bäche schwellen zu reißenden Strömen an. Die Folgen des Klimawandels werden spürbar. Vorsorge tut not.

Eine Umfrage der BHW Bausparkasse hat ermittelt, dass 52 Prozent der Eigentümer staatliche Vorgaben vermissen, wie sie ihre Immobilien vor extremen Wetterlagen schützen können. „Die Mehrheit der Hausbesitzer fühlt sich mit den Folgen des Klimawandels alleingelassen. Angesichts der Tatsache, dass die versicherten Schäden mit 1,3 Milliarden Euro bereits zur Mitte des Jahres so hoch waren wie im Mittel der zehn Vorjahre, ist das absolut nachvollziehbar“, erläutert Iris Laduch-Reichelt von der BHW Bausparkasse.

Pflichtprogramm Vorsorge

„Es ist wichtiger denn je, sich gegen wirtschaftliche Folgen von Wetterereignissen abzusichern“, sagt Laduch-Reichelt. „Eine Elementarschaden-Versicherung ist unerlässlich.“ Steht nach einem heftigen Gewitter Wasser im Keller, sind dort Schäden an elektrischen Geräten nicht durch eine Hausratversicherung gedeckt. Wohngebäude-Policen greifen nur bei Leitungswasserschäden. BHW

Fünf Gefahren beim Hausbau

Der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) weist auf fünf Gefahren hin, die beim Hausbau lauern, und gibt Tipps, wie sich Bauherren davor schützen können.

1. Unvollständige Bauverträge

Der Bauvertrag bestimmt, welche Leistung das Unternehmen dem Verbraucher schuldet. Es ist wichtig, dass der Bauvertrag vollständig ist. Zentrale Punkte sind eine lückenlose Bauleistungsbeschreibung und ein Zahlungsplan, bei dem die vereinbarten Abschläge nach Baufortschritt bezahlt werden. Bauverträge sollten vor Vertragsunterschrift von einem Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht geprüft werden.

2. Vertragsabschluss unter Druck

Bauherren, die ein Haus aus einer Hand erwerben oder größere Umbaumaßnahmen planen, dürfen innerhalb von 14 Tagen vom Vertrag zurücktreten. Man sollte sich daher nicht unter (Unterschrifts-)Druck setzen lassen.

3. Mängel am Bau

Die Mängelhäufigkeit beim Bauen nimmt wieder deutlich zu. Das liegt vor allem an der hohen Auslastung der Baufirmen und dem damit verbundenen Zeitdruck. Besonders schadensträchtige Baufehler können bei der Abdichtung von Kellern oder Bädern geschehen. Die Folgen sind verheerend: Wassereinbruch und Schimmelbildung treten unter Umständen erst Jahre später auf und haben Mängelbeseitigungskosten zur Folge. Wichtig ist es daher, die Fehler zu erkennen, wenn sie entstehen. Deshalb sollten private Bauherren immer eine professionelle Baubegleitung einkalkulieren.

4. Eine zu knappe Finanzierung

Wenn die Finanzierung zu knapp bemessen ist, sind Bauherren kaum handlungsfähig. Z.B. bei eventuellen Rechtsstreitigkeiten besitzen sie keine Mittel für einen Anwalt. Mittel- und langfristig könnte ein krankheitsbedingter Arbeitsausfall die Finanzierung gefährden. Eine solide Finanzierung beruht auf einer realistischen Kostenberechnung, die sowohl die Baukosten als auch die Baunebenkosten berücksichtigt. Bauherren sollten Eigenkapital in Höhe von 20 - 30 Prozent der Bausumme einbringen und bis 10.000 Euro für unerwartete Zusatzleistungen während der Bauphase zur Verfügung haben.

5. Bauverzögerung

Wenn die Baustelle stillsteht, geraten Bauherren in Bedrängnis. Der Mietvertrag läuft aus, der Umzug muss verschoben werden, es drohen Mehrkosten. Damit Bauherren diese Falle umgehen, sollten sie eine feste Bauzeit mit der Baufirma vereinbaren. Das Gesetz sieht beim Hausbau und größeren Umbaumaßnahmen vor, dass Baufirmen einen verbindlichen Zeitpunkt zur Fertigstellung benennen müssen.
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